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2. Eintrag

Bern, den 05.11.1948

Liebes Tagebuch,

heute war der Tag nicht immer sehr optimal für mich. Ich war heute mit Hauptkommissar Bärlach bei dem „Schriftsteller“. Er hat anscheinend keinen normalen Namen. Von „normal“ kann man bei dieser Person aber sowieso nicht sprechen. Es handelt sich um einen sehr seltsamen Zeitgenossen, denn er begrüßte uns nicht wirklich, er war sehr unfreundlich und wollte sichergehen, dass wir ihm den Mord zutrauen, wobei er es selbst beteuert nicht gewesen zu sein. Es begrüßte uns stattdessen ein wild gewordener weißer Hund. Mit diesen Tieren haben Bärlach und ich in der bisherigen Ermittlungszeit kein Glück gehabt, erinnern wir uns an den Vorfall bei Gastmann, als ein Hund Gastmanns Bärlach angefallen hat und ich das Tier schließlich erschießen musste. Wir sprachen schließlich mit diesem Mann. Aber er zerstöre mein gesamtes Konzept, Gastmann für die Tötung Schmieds zu beschuldigen. Der „Schriftsteller“ sagte, dass er Gastmann zwar Kapitaldelikte zutraue, aber nicht diesen Mord. Er lieferte Bärlach bei der Vernehmung Hinweise, dass Gastmann nicht der Täter sein kann, schon rein aus zeitlichen Gründen nicht. Doch der Schriftsteller bezeichnete Gastmann als einen „Nihilist“, eine Person, die meint, über dem Gesetz zu stehen und kein moralisch-ethischen Skrupel empfindet. Das ist ein hervorragendes Täterprofil. Ebenso so Gastmann ein großer Koch sein. Im Moment der Vernehmung empfand ich die Ausführung über Gastmanns Kochkünste äußerst störend. Später ist mir jedoch aufgefallen, dass man Gastmann so als „Mörder aus Lust- und Genussgründen“ bezeichnen kann. Ich muss versuchen, die Aussagen, dass Gastmann nicht der Mörder sei, vor Dr. Lutz und den anderen Polizeimitarbeitern zu verbergen. Ich denke, dass der senile Bärlach die verworrenen Aussagen des „Schriftstellers“ sowieso nicht mehr versteht.

 

Nach dem Gespräch wollte ich zu Gastmann fahren, und ihn und seine Diener verhören. Bärlach sagte jedoch, ich sollte es nicht machen, da Lutz die Ermittlungen dem Bundesanwalt überlässt. Lutz zerstört unsere gesamten Ermittlungsarbeiten. Bärlach hat mich bei der Polizei nie geachtet und respektiert. Jetzt habe ich die Chance, vor dem toten Schmied hervorzutreten. Doch sofort werden meine gesamtem Bemühungen zerstört. Das Glück ist mir nicht geneigt. Ich hätte meiner Strafe entgehen können und einen riesigen Karrieresprung verbuchen können. Doch nun scheint es nicht zu funktionieren. Ich werde aber versuchen, dass es klappt und dass ich aus diesen Ermittlungen noch positive Folgen für meine Person ziehen kann.

 

Bis dann, liebes Tagebuch

Dein Rudolf

11.2.09 17:57
 


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